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Ambulante Hilfen zur Erziehung |
| Kurzkonzept / Mitarbeiter |
| Im Jugendhaus arbeiten Experten, die sich mit jugendtypischen
Themen wie zum Beispiel Schulprobleme, Straftat, Sucht, Drogen,
Aggressionen uvm. auskennen. Die MitarbeiterInnen der ambulanten
Hilfen zur Erziehung arbeiten flexibel, die Betreuung erfolgt
entweder im Jugendhaus Leipzig oder bei dem Klienten/Familie.
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Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der geschlechtshomogenen,
parteilichen Arbeit mit Mädchen wie Jungen. In der Mädchenarbeit
werden Anspruch, Ziele und Methoden auf die generalpräventive
Entwicklung und Förderung von Lebenskompetenzen in enger
Verbindung mit weiblichem Rollenverständnis und Selbstbehauptung
gelegt. Weitere Themenkomplexe stellen u.a. Körperwahrnehmung
und Eßverhalten dar.
Einzelne Mitarbeiter haben sich im Arbeitsfeld Jungenarbeit
qualifiziert und weisen langjährige Erfahrungen auf. Diese
geschlechtsbezogene Pädagogik bietet die Möglichkeit,
Jungen auf der Suche nach Männlichkeit zu unterstützen.
Unverzichtbarer Bestandteil ist die Akzeptanz und Wertschätzung
für das aktuelle Empfinden, Denken und Verhalten der Jungen.
Erst auf dieser Grundlage ist das Entdecken und gegebenenfalls
die Infragestellung der dahinterstehenden Männlichkeitsmuster
sowie die Annäherung an eine andere Sichtweise für
die Jungen möglich. Gleichzeitig werden übergriffiges
Verhalten oder sexistische Äußerungen in angemessener
Form aufgegriffen.
Eine zentrale Methode unserer Arbeit für verhaltensauffällige
Klientel stellt die erlebnispädagogisch orientierte
Einzel- oder Gruppenarbeit dar. Die Arbeit zielt auf den
Ausbau sozialer Kompetenzen insbesondere in Gruppensituationen,
Stärkung von Selbstvertrauen und Eigeninitiative, Ausbildung
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit und damit verbunden
Teamfähigkeit. Die Jugendlichen nehmen an natursportlichen
Aktivitäten teil, realisieren in der Gruppe Interaktionsspiele
und Problemlösungsaufgaben. Sie erfahren in diesen authentischen
Herausforderungen Rückmeldungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Das Erlebte wird gemeinsam reflektiert und der Bezug zum typischen
Verhalten im Alltag hergestellt. Bei Bedarf können auch
Familienmitglieder einbezogen werden (z.B. um Geschwisterrivalität
abzubauen). |
| Das ambulant Betreute Einzelwohnen ab 16 Jahren zielt
auf die eigenständige Lebensführung des Jugendlichen
ab. Bei dieser Hilfeform unterstützt der Sozialpädagoge
den Klienten bei der organisatorischen Umsetzung und Bewältigung
lebenspraktischer Aufgaben, ist Ansprechpartner für persönliche
Belange des Jugendlichen und seiner Herkunftsfamilie. Die Hilfe
bei der Erarbeitung schulischer / beruflicher Zukunftsperspektiven,
Umgang mit Finanzen sowie die Erweiterung der Konfliktfähigkeit
und Verantwortungsübernahme für eigenes Handeln stellen
dabei wichtige Arbeitsfelder dar. Die Arbeit erfolgt im eigenen
Wohnraum des Jugendlichen, in einer Wohnung des Jugendwohnprojektes
„Krähenhütte“ oder in einer durch den
Träger angemieteten Wohnung, welche bei Erreichen des 18.
Lebensjahres als dessen eigener Wohnraum weiter genutzt wird. |
| Der Erziehungsbeistand / Betreuungshelfer arbeitet
im Familiensystem und mit einzelnen Familienmitgliedern, insbesondere
mit Kinder und Jugendlichen im Alter von 9-17 Jahren. Vom systemischen
Ansatz ausgehend erfolgt die Arbeit ressourcenorientiert, positiv
bestärkend und die von der Familie geleisteten Veränderungen
begleitend, um die Familie in ihrer Einheit zu stärken.
Die Förderung der Elternkompetenz sowie die Verbesserung
der Eltern-Kind-Beziehung stehen hier im Mittelpunkt der Arbeit.
Die Familie wird in die Lage versetzt, Konfliktsituationen eigenständig
zu bewältigen. |
| Im Betreuten Wohnen für alleinerziehende Mütter
/ Väter bis 27 Jahren mit Kindern unter 6 Jahren spielt
das Erlernen von eigenem Wohnen und selbständiger Lebensführung
eine zentrale Rolle. Ziele der Unterstützung stellen u.a.
die Erarbeitung einer angemessenen Betreuungsform für das
Kind, gelingende Tagesstrukturierung, Erarbeitung beruflicher
Zukunftsperspektiven und eines familiären Lebensplanes
für das Elternteil. |
| Das Angebot der Sozialpädagogischen Familienhilfe
unterstützt Familien, deren Kinder symptomatische Verhaltensweisen
wie Entwicklungsstörungen, Aggressivität, Schulbummelei
uvm. zeigen. Das wichtigste Ziel besteht in der Vermeidung von
Kindeswohlgefährdung. Der Betreuer unterstützt die
Familie in Fragen zur Alltagsbewältigung, konflikthaften
Situationen und fördert die Erziehungsfähigkeit der
Eltern. Gemeinsam werden alternative Handlungs- und Problemlösungs-möglichkeiten
erarbeitet. Einen wichtigen Teil bildet die Auseinandersetzung
mit der Familiengeschichte, persönlichen Entwicklung und
der Arbeit an familiären Mustern. |
| Die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung
richtet sich an Kinder und Jugendliche mit abweichendem Verhalten,
die sich in besonders gefährdeten Lebenssituationen befinden
und durch andere Hilfsangebote nicht zu erreichen sind. Hier
steht der Aufbau einer vertrauensvollen Klient-Betreuer-Beziehung
im Mittelpunkt der Hilfe. Diese bildet die Grundlage für
das gemeinsame Arbeiten an der Entwicklung angemessener Konfliktlösungsstrategien,
Ausbau eigener Stärken und Fähigkeiten, Stärkung
beim Erlangen eines cleanen Lebensstils, Reflexion gewohnter
Rollen und Verhaltensmuster, Unterstützung bei der Herausführung
aus gefährdendem Milieu uvm. |
| Ansprechpersonen: |
Carola Voigt, Guntram Fischer
Tel.: 03 41 / 30 19 138 oder 0176 / 43 04 8444
E-Mail: voigt@jugendhaus-leipzig.de |
| Flyer
(PDF-Datei, 156 KB) |
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