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Sozialtherapeutische Wohngemeinschaft

Kurzkonzeption der Sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft „ARNI 3“
Leistungsparagraphen: §§ 34; 34 i.V.m. 35a und 41 SGB VIII
Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die aufgrund einer psychischen Erkrankung, psychischen Auffälligkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten oder deren Folgen derart beeinträchtigt sind, dass sie einer besonderen Form der Integration und Hilfe zur Erziehung in einer betreuten Wohnform mit intensiver, pädagogischer und therapeutisch orientierter Betreuung und Begleitung bedürfen
  • 11 – 21 Jahre/ im Einzelfall bis 27 Jahre (koedukativ)
  • meist im Anschluss an eine stationäre psychiatrische Behandlung oder im Anschluss an eine kurzfristige psychiatrische Krisenintenvention bzw. begleitend zu ambulanten psychiatrischen oder anderen therapeutischen Maßnahmen
  • Aufnahmestatus: cleanmotiviert
Leistungsumfang:
7 Plätze, Rund-um-die-Uhr-Betreuung mit Nachtbereitschaft/ ggf. Nachtdienst Doppelbesetzung stundenweise.
Konzeptioneller Ansatz:
  • Arbeit mit therapeutischem Milieu
  • Alltagsstrukturierung
  • systemische Grundhaltung
  • ressourcen- und lösungsorientierter Arbeitsansatz
  • Arbeit mit suchtspezifischen Methoden
  • Bezugsbetreuersystem / Beziehungskontinuität
  • Arbeit mit heilpädagogischen, ergo-, kunst- und bewegungstherapeutischen sowie psychodramatischen Elementen
  • Familienarbeit, systemische Familienberatung
  • Gruppenarbeit
  • Erlebnispädagogik
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
Betreuungsziele:
  • der psychosozialen Reifung und/oder Erkrankung / Behinderung entsprechende Alltagsbewältigung, Lebensplanung sowie soziale, schulische, berufliche und arbeitsweltbezogene Integration
  • Nutzung und Entwicklung sozialer und personaler Ressourcen
  • Erkennen individueller Risiken und Ressourcen in Bezug auf die Erkrankung, Kenntnis über spezifische Krankheits- bzw. Verhaltensauslöser sowie Anwendung angemessener Konfliktlösungsstrategien
  • altersadäquate (Nach)Reifung
  • Reintagration in die Herkunftsfamilie
  • Verselbstständigung in eine eigene Wohnung, in eine weniger intensiv betreute Wohnform oder in eine Einrichtung für Erwachsene
  • Arbeit an speziellen störungsbezogenen Zielsetzungen bei:
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
    z.B.: Borderlinesyndrom, Störung der Impulskontrolle


  • Störung des Sozialverhaltens
    z.B.: Bindungsstörung, oppositionelles Verhalten, Verweigerung


  • Störungen durch Substanzkonsum und Abhängigkeitserkrankungen
    (cleanmotiviert)
    z.B.: Alkoholmissbrauch, Sucht


  • Affektive Störungen
    z.B.: Depressionen, Manie, bipolare Störungen


  • Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
    z.B.: Schizophrenie, drogeninduzierte Psychosen/ Störungen


  • Angst-, Zwangs- und Belastungsstörungen
    z.B.: Phobien, posttraumatische Belastungsstörung nach sexueller, physischer, psychischer Gewalt


  • Essstörungen
    z.B.: Bulimie, Anorexie


  • Entwicklungsstörungen
    z.B.: Sprachstörung, motorische Störung, Lese- und Rechtschreibschwäche, Rechenstörung, Lernbehinderung, Autismus, desintegrative Störung des Kindesalters


  • Autoaggressives / selbstverletzendes Verhalten
    z.B.: offene Selbstverlezung, selbstschädigendes Verhalten


  • leichte Intelligenzminderung


Grundleistung:
  • Förderung und Begleitung bei der Bewältigung lebens- und alltagspraktischer Aufgaben
  • Familienarbeit
  • schulische und berufliche Förderung/ Beschäftigungsförderung
  • Hilfeplanung
  • Freizeitgestaltung
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • heilpädagogische Förderung
Leistungen aufgrund der Spezifik der Zielgruppe innerhalb der Grundleistung:
  • soziatherapeutisches Setting
  • suchttherapeutisches Setting
  • psychologische Begleitung und Betreuung
  • systemische Familienberatung
  • erlebnispädagogische Angebote
  • geschlechtssensible Arbeit
Einzelvereinbarungsmöglichkeiten außerhalb der Grundleistung:
  • Kontakte und Beziehungsangebote im bisherigen Wohnumfeld oder in der psychiatrischen Klinik vor der Aufnahme
  • zusätzliche Einzelbetreuung als Hilfestellung in Krisensituationen
  • ausgleitende, kurzzeitige Nachbetreuung im Anschluss an die Hilfe
  • Teilnahme an Hilfeplangesprächen, Fachteam u.a. außerhalb der Stadt Leipzig
Personal:
7 sozialpädagogische Fachkräfte im Gruppendienst:
Dipl. Sozialpädagogin Dipl. Sozialpädagogin Staatlich anerkannter Erzieher
Dipl. Sozialpädagogin

Staatlich anerkannte Erzieherin, Staatlich anerkannte Heilpädagogin (i.A. Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen) Staatlich anerkannter Erzieher (Z.Q. Erlebnispädagogische Gruppenarbeit)
Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin; staatlich anerkannte Heilpädagogin
1 übergreifende Fachkraft: Dipl. Psychologin
systemische Familien- und Soziaherapeutin
(i.A. Gestalttherapeutin)
Räume:
5 Einzelzimmer
1 Küche 1 Beratungs- und Therapieraum/Büro
1 Doppelzimmer 1 Esszimmer 1 Büro/ Betreuerzimmer
1 Gemeinschaftsraum 2 Bäder 1 Garten
Lage:
Leipziger Süden
Straßenbahnlinien 9, 10, 11 und Buslinie 70 bis Haltestelle Connewitzer Kreuz
Entgelt:
Leistungsentgelt:
141,85 € pro Tag
Ansprechperson: mehr zur Sozialtherapeutischen-WG:
Leiterin Kerstin Westphal
Tel./Fax: 03 41 / 92 61 314
E-Mail: arni3@jugendhaus-leipzig.de
Artikel in der LVZ

Flyer

Infoblatt Erlebnispädagogische Angebote