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15 Jahre suedpol |
| Ein Rückblick auf den Fachtag zur Entwicklung von Jugend in Leipzig |
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herrschte großer Trubel am Eingangsbereich eines Hörsaales
der HTWK Leipzig, wo am 10. Juni 2009 das 15-jährige
Bestehen von suedpol in Form eines Fachtages gefeiert wurde.
Ein zeitlich gut durchorganisiertes Programm von 10 bis 16.30
Uhr, bekannte Gäste, viele diskussionswürdige Themen
und für die Stärkung zwischendurch ein kleines Buffet.
Von fleißigen Helfern wurden selbstgebackener Kuchen,
frisch gekochter Kaffee und leckeres Obst liebevoll angerichtet.
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Nach einer
kurzen Begrüßung durch den Dekan der Fakultät
Sozialwesen konnten die etwa 50 Teilnehmer des Fachtages einen
Vortrag des Leiters des Archivs der Jugendkulturen Berlin,
Klaus Farin erleben. Darin gab der Referent einen Überblick
über verschiedenste Jugendkulturen in Deutschland und stellte
sein Projekt „Culture on the Road“ detaillierter vor. Dabei
stellen Angehörige verschiedenster Subkulturen in Workshops
Jugendlichen „ihre Szenen“ vor, etwa HipHop oder Gothic. Danach
nutzten etliche Zuhörer die Möglichkeit, Bücher
von Klaus Farin zu erwerben. |
Im anschließenden Podiumsgespräch
diskutierten die Schulleiterin der Apollonia-von-Wiedebach-Mittelschule,
Sabine Dietrich, Tobias Geng vom Jugendamt, sowie Guntram
Fischer vom Jugendhaus Leipzig e.V. und Klaus Farin über
Chancen und Risiken der Jugend in Leipzig. Einführendes
Thema der Podiumsdiskussion war die Entwicklung von Jugend
in Leipzig. Jugendsozialarbeit und damit zusammenhängende
Angebote, finden laut Herrn Geng vom Jugendamt hohe Akzeptanz.
Weiterhin wies er auf eine Zunahme des individuellen Hilfebedarfs
von Jugendlichen in Leipzig hin. |
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Im Folgenden fokussierte
sich die Diskussion auf die Arbeit an Schulen. Hier sprach
sich Frau Dietrich für eine Weiterentwicklung der Zusammenarbeit
von Trägern und Schulen und den damit verbundenen Angeboten
aus. Dies geht einher mit einer stärkeren Konzentration
auf den einzelnen Jugendlichen im sozialen System Schule.
Weiterhin forderte sie, gemeinsam mit Herrn Fischer, mehr
Schulsozialarbeit. Darüber hinaus regte Herr Geng ein
generelles Nachdenken über Schule in der Zukunft an,
da Schulsozialarbeit momentan nur ein „Pflaster“ auf dem bisher
bestehenden System Schule sei. |
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Nachfolgend wiesen Herr Fischer
und Herr Farin auf die Wichtigkeit geschlechtsspezifischer
Arbeit in der Sozialpädagogik hin, welche Farin durch
Erfolge bei eigenen Projekten bestätigt sah. Auch wurde
über Stadtteilorientierung als zentralen Ansatzpunkt
der Jugendarbeit diskutiert. In dieser Hinsicht zeigen nach
Aussagen von Herrn Geng zusätzlich zum Leipziger Süden
vor allem die Stadtteile Lindenau und Plagwitz einen hohen
Grad an Eigeninitiative. Im abschließenden Resümee
sahen die Teilnehmer des Podiums übereinstimmend mehr
Chancen als Risiken in der Leipziger Jugendsozialarbeit. In
den am Nachmittag stattfindenden Workshops konnten die Teilnehmenden
neue Erfahrungen und Eindrücke in den Themenbereichen
Mythos Connewitz, Sozialraumentwicklung im Leipziger Süden,
Schulsozialarbeit sowie Wohnmöglichkeiten für junge
Erwachsene sammeln. Kleine Arbeitsgruppen boten die Möglichkeit,
Neuigkeiten zu erfahren, sich auszutauschen und darüber
in Diskussion zu kommen. Die jeweils gemeinsam formulierten
Ergebnisse wurden in der großen, gemeinsamen Abschlussrunde
von den WorkshopleiterInnen vorgestellt.
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Ansprechpartner: |
Guntram Fischer
Tel.: 03 41 / 30 69 07 69
E-Mail: fischer@jugendhaus-leipzig.de |
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