Nachdem wir einige Anregungen für die Berufsorientierung zusammengestellt haben, folgt jetzt der nächste logische Schritt: Die Bewerbung für deine Wunschausbildung, dein Wunschstudium oder deinen Wunschjob. Wir sammeln hier einige Tipps, die aus unserer Erfahrung für den Bewerbungsprozess nützlich sein könnten.

Wie du deine Bewerbung gestaltest, hängt in erster Linie davon ab, was dein*e potenzielle*r Arbeitgeber*in, sich in einer Bewerbung wünscht. Anschreiben, Lebenslauf sowie Nachweise zu deiner Qualifikation und Arbeitszeugnisse sind meistens Standard. Bei der Karrierebibel findest du eine allgemeine Checkliste für deine Unterlagen und Tipps für ein gelungenes Anschreiben. Xing stellt außerdem ein Tool zur Verfügung, mit dem du deinen Lebenslauf gestalten kannst. Manche Arbeitgeber*innen wünschen sich zusätzlich zum Anschreiben ein Motivationsschreiben (auch dritte Seite). Diese kannst du meistens frei gestalten und noch mal deine individuelle Motivation und Kreativität hervorheben. Du kannst dort auch näher beschreiben, warum dieser Job genau der richtige für dich ist und deine Person, deine Einstellungen und deine Fähigkeiten vorstellen.

Bei den einzelnen Teilen der Bewerbung gibt es viele unterschiedliche Ansichten, wie diese gut gestaltet werden können. Ganz wichtig ist auch, dass du dich mit deiner Bewerbung am Ende wohl fühlst.

Wenn alles gut geht, wirst du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Damit du im Gespräch selbstsicher auftreten kannst, lohnt es sich, sich gut vorzubereiten. Hier findest du allgemeine Tipps zur Vorbereitung.  Dazu kann auch gehören, sich vorher Gedanken über möglich Fragen und Antworten zu machen. Die Karrierebibel hat 100 Fragen gesammelt. Davon sind natürlich nicht alle für dich relevant. Gleichzeitig kann es sich lohnen vorher schon gedanklich oder im Rollenspiel einige zu üben, damit du dann in der Gesprächssituation nicht negativ überrascht bist.  Hier noch zwei Übungsideen:

Du kannst z.B. mit einer für dich passenden Person ein paar klassische Fragen üben. Ihr könnt auch die Rollen tauschen: Erst nimmst du die Chef*innenposition ein und dann dein*e Gesprächspartner*in. Du kannst das Gespräch auch aufnehmen und danach in Ruhe anschauen und auswerten.

Wenn du lieber für dich alleine übst, kannst du auch deine Selbstpräsentation (also die Antwort auf die Aufforderung „Erzählen Sie doch mal etwas über sich.“) auf Video aufnehmen und auswerten. Nimm ein Blatt Papier und schreibe dir ein paar Stichworte auf, um dich selbst vorzustellen. Dann trägst du das Ganze in 10 min vor einem Spiegel vor und nimmst es als Video auf. Danach schaust du dir es noch einmal an und überlegst, welche Formulierungen gut oder nicht so gut waren, wie du dich auf dem Video bewegst und verhältst (Mimik, Gestik). Mach dir dazu ein paar Gedanken und dann versuche in einem zweiten Versuch die Stellen, mit denen du unzufrieden warst zu verbessern.

Selbst, wenn du alles gegeben hast, kann es sein, dass es mit der Bewerbung nicht klappt. Meist gibt es sehr viele Bewerbungen für eine Stelle, so dass es nicht immer an dir liegt. Es kann trotzdem nützlich sein, noch einmal auf die vergangene Bewerbung zurückzuschauen und zu überlegen, was gut oder weniger gut gelaufen ist. Notiere dir beide Sachen auf einem Zettel und übe beim nächsten Mal vor allem die Dinge, mit denen du unzufrieden warst. Dann läuft es auf jeden Fall besser.

Wir als Berater*innen begleiten dich natürlich auch gern während dieser Phase. Dabei können wir dich z.B. bei der Erstellung deiner Bewerbung unterstützen oder mit dir eine Gesprächssituation üben. Während unserer Öffnungszeiten kannst du dich telefonisch oder per Mail bei uns melden.

  • Geändert am .